Best Of Two Days A Week 2009

Schlussakkord

Schluss. Aus. Vorbei. Das Two Days A Week in Wiesen sorgte f├╝r einen standesgem├Ą├čen Ausklang der diesj├Ąhrigen Festivalsaison, die f├╝r meine Wenigkeit au├čerdem aus Urban Art Forms und Frequency bestand [Arenapalooza und Indie Project Fiasko z├Ąhlen nicht].

Es war sehr sch├Ân, es hat mich sehr gefreut! Hier nun ein kleines Best Of der Acts dieser kleinen aber feinen Sause, deren Schlussakkord den Toten Hosen vorbehalten war.

Russkaja

Russkaja [oben] h├Ątten durchaus auch ein paar Stunden sp├Ąter spielen k├Ânnen. Die selbstdeklarierten Kasatchok Superstars wissen wie sie ihr Publikum auf Trab halten, ihr w├Âchentlicher Fernsehauftritt ist dem Wiedererkennungswert sicher auch nicht ganz abtr├Ąglich.

In jedem Fall h├Ątten sie mit The Baseballs [unten] tauschen k├Ânnen. Deren Rockabilly-Versionen von Pop- und sonstigen Klassikern geh├Ârten zum Verzichtbarsten, was ich diesen Sommer h├Âren durfte. Daf├╝r haben sie tolle Tollen. Zur├╝ck auf die Dorffestb├╝hne, danke.

The Baseballs

Zu den Bouncing Souls [unten] hab ich ja ein recht spezielles Verh├Ąltnis. Deren Song Kate Is Great kam mir vor gef├╝hlten Jahrzehnten auf einem Video(band, echt, voll analog!) von einem Air & Style Mitte der 90er unter und war meine erste selbstst├Ąndige (Green Day war ja quasi Pflichtprogramm) Ber├╝hrung mit Punkrock, welcher dann f├╝r einige Jahre meine Boxen durchdringen und meine Eltern nerven sollte. Hach.

Bouncing Souls

In diesen Pre-Napster-Zeiten war ich jedenfalls gl├╝cklich wie ein Schneek├Ânig, als ich nach wochenlanger Suche in Wien eine Live-CD im damals noch existenten Virgin Megastore um 170 Schilling erstehen konnte. Mein Geschmack hat sich seitdem entwickelt, der Punkrock der Souls weniger, aber das ist auch gut so.

Dragonforce

Dragonforce [oben] kennen die meisten Leute daf├╝r nur aus Guitar Hero [Zur Vertiefung hier ein Video in dem Gitarrist Herman Li ├╝ber ihr Verh├Ąltnis zu Guitar Hero spricht]. Aber ganz egal ob einem die Musik gef├Ąllt oder ob man Guitar Hero mag, was Komplexit├Ąt der Gitarrenparts in Komposition wie auf der B├╝hne angeht kann Dragonforce niemand was erz├Ąhlen. Respect.

IAMX

Ebenfalls mehr als respektabel schlug sich Chris Corner [samt seinem Regenschirm, oben] und seine mittlerweile vom Projekt zur Band gewachsenen IAMX. Ich war zuerst der Meinung, sie w├╝rden gar nicht ins Lineup passen, wurde aber eines besseren belehrt. Es war der pulsierendste und k├╝nstlerisch anspruchsvollste Act des ganzen Festivals und passte ausgezeichnet.

The Cavalera Conspiracy

Nach dem ebenfalls sehr druckvollen Auftritt der wieder vereinten Max und Igor Cavalera und ihrer Cavalera Conspiracy [oben] – sinngem├Ą├čes Zitat des werten Kollegen Wieser: “Gleiche Show wie am Nova Rock. Aber die d├╝rfen das, die haben diesen Stil erfunden.” – war Vergangenheitbew├Ąltigung mit The Offspring [unten] angesagt.

Offspring

1994 und Smash ist wirklich schon verdammt lang her. Genau deswegen sah ich mich in dem Moment als ein blau leuchtendes Klavier f├╝r den Balladenpart des Sets auf die B├╝hne gezogen wurde leider dazu gezwungen, das Gel├Ąnde zu verlassen. Erinnerungen sollen Erinnerungen bleiben.

Itchy Poopzkid

Neuer Tag, neues Gl├╝ck. Nach den MTV-Punkrockern – einer von Offspring’s offsprings also – Itchy Poopzkid [oben] zeigte die beste Metalband ├ľsterreichs – The Sorrow [unten] – wo der Bartl den Most wirklich herholt.

The Sorrow

Sollten The Sorrow daf├╝r am Donnerstag einen Amadeus Award abr├Ąumen, es w├Ąre verdient. Weiter im Text mit den Stimmungskanonen Donots welche – die Zeichen der Zeit erkennend – ihr aktuelles Album Coma Chameleon im Anschluss an den Auftritt aus dem Bauchladen raus um ÔéČ10 verh├Âkerten.

Donots

Good on ya, Donots, speziell Guido, der f├╝r mich auch polaposiert hat. Und weil High- immer auch Lowlights bedingen, ging es im Anschluss an den energiegeladenen Donots-Auftritt vor allem stimmungstechnisch bergab.

Gun

Gun haben ihre gro├če Zeit – 1994 mit Word Up, bezeichnenderweise ein Cover – hinter sich, ganz im Gegensatz zu Funeral For A Friend. Konnten mich diese bei ihrem letzten Auftritt in Wiesen vor 3 Jahren nur m├Ą├čig begeistern, l├Ąutete ihr gelungener Mix aus Emo, Metal und Hardcore den Abend w├╝rdig ein.

Funeral For A Friend

Dieser wurde fortgesetzt von Millencolin . Denen fehlt trotz altbekannt und -beliebter Skatepunkhymnen live hin und wieder der ├╝berzuspringende Funke, was mehrere tausend Hosen-Fans grunds├Ątzlich nicht leichter machen. Grunds├Ątzlich.

Millencolin

Denn die Zweifel waren rasch verflogen. In so bestechender Laune wie Form habe ich die Schweden noch nie [6 Konzerte zwischen 2000 und 2009] gesehen. Und damit boten sie auch einen w├╝rdigen Co-Headliner, f├╝r einen noch w├╝rdigeren Headliner.

Die Toten Hosen

Die Toten Hosen sind nicht meine Lieblingsband. Absolut nicht. Auf Platte kaum h├Ârbar, sagen mir weder ihre Partyhymnen noch ihre Gef├╝hlsduseleien zu. Live allerdings, live entwickeln sie trotz hohem Grad an Professionalit├Ąt in ihrer Show einen derartigen Charme, dass es schwer f├Ąllt ist diesem nicht zu verfallen.

Zumindest f├╝r einen Abend. Und das ist in Ordnung.

Die Toten Hosen

So, und jetzt bittesch├Ân, Musik an [oben], Bier auf und rein in die 50 Bilder umfassende Slideshow.

September 07 2009 | live and music and photography | | 1 Comment »
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One Response to “Best Of Two Days A Week 2009”

  1. vinzfish on 09 Sep 2009 at 1:54 pm #

    the baseballs photo is ridic!

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