Ja, Panik. Live im Flex. Und ohne Furcht.

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Während der Auftakt der INK MUSIC WEEK noch unter keinem besonders guten Stern stand, erwies sich der gestrige Auftritt der Gruppe Ja, Panik im beinahe ausverkauften Flex als das erwartet große Highlight.

Mäuse

Eröffnet wurde der Abend von den Mäusen, der 1994 gegründeten Band von Multitalent Tex Rubinowitz (oben), laut Eigendefinition die “Erfinder eines Musikbastards namens Electroclash”, deren expliziter Wunsch den Abend für Ja, Panik zu eröffnen erfüllt wurde.

Ja, Panik

Nun, ich habe lange überlegt wie ich den Text zu diesem Konzert angehen sollte. Ob ich a) nur über den Auftritt schreiben soll, ob ich b) die Platte(n) gleich mitrezensieren soll, ob ich die Gelegenheit nutzen soll um c) meinen Senf zu der von Martin Blumenau losgetretenen Debatte abgeben soll oder ob ich d) einfach nur die Bilder und Textzitate wirken lasse.

Ja, Panik

a) fällt aus. Zu b): Ich war musikalisch und auch sonst vorbereitet, aber ich empfinde es mittlerweile nicht mehr als notwendig noch was über die Platte zu schreiben. Relevanz und Qualität sind unumstritten, wurden erkannt und – wichtig – über den Szenehorizont [Titelgeschichte in der Printausgabe des Spex, Album der Woche bei FM4] hinaus auch in den so-called Mainstream-Medien [als Beispiele seien der Spiegel und Die Presse angeführt] beachtet.

Ja, Panik

Das ist gut so. Und mit diesem ‘Nichts hinzufügen’ verhält es sich ähnlich – wir kommen zu c) – wie mit dem Like-Button auf Facebook (um diesen Absatz zu verstehen ist sowohl der verlinkte Text zu lesen als auch – Bonuspunkte – die Diskussion auf Blumenaus Facebook Seite, begonnen am 23.09.09). Es ist nicht schlicht nicht (mehr) notwendig, was noch lange nicht heißt dass wir Angst vor Diskurs hätten. Ich erlaube mir kurz für die angesprochene U30/Ja, Panik/Digital Natives-Generation zu sprechen: speziell diese Diskussion ist für uns gänzlich uninteressant.

Ja, Panik

Wir dürfen (sowieso) den Like-Button drücken, weil wir uns (in diesem speziellen Fall) hinter die Aussage stellen können ohne sie kommentieren zu müssen, weil – wenn man so will – da unsere Generation spricht. Genauso wie den Rezensionen zum aktuellen Zeitpunkt aus meiner Sicht nichts mehr hinzuzufügen ist, so steht auch die Aussage des Videos für sich. Wieso etwas zerpflücken, mit dem man sich identifizieren kann, was aber bitteschön nicht zu verwechseln ist mit einem Mangel an kritischer Auseinandersetzung. Nur muss diese auch im Fall von Digital Natives nicht auf Facebook passieren. That’s it.

Ja, Panik

Und sie singen laut, und in vollen Chören.
Es wird bald alles uns gehören, jaja, es wird bald alles uns gehören.
Es wird bald alles uns gehören, jaja, es wird bald alles uns gehören.
Genauso ist es auch.

(Ja, Panik – Nevermore)

Soviel noch zu d). Und um kurz doch auf a) zurückzukommen. Ja, das Konzert war natürlich großartig. Trotz streikendem Gitarrenverstärker. Punkt.

Ja, Panik

Die gesamte Fotoserie [24 Bilder] gibt es außerdem hier als Slideshow.

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October 03 2009 | live and music and photography | | 1 Comment »
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One Response to “Ja, Panik. Live im Flex. Und ohne Furcht.”

  1. i_koon on 03 Oct 2009 at 3:10 pm #

    PS: In einer durch den Verstärkerausfall bedingten Pause habe ich mir erlaubt einmal zu blitzen. Mit dem internen Blitz meine Polaroid, um auch Ja, Panik Teil meines ongoing Polatweet Projektes werden zu lassen. Ich hoffe es wird mir verziehen.

    http://www.flickr.com/photos/polatweet/

    PPS: Rechtschreibfehler bitte zu behalten. Inhaltliches, always. Dankeschön.

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