Ein fehlgeleiteter Patriot (von vielen)

Markovics spielt Fuchs.Zumindest beklemmend. So das Fazit des Fazit des Filmes Franz Fuchs – Ein Patriot. (gesehen am 21.11.08 in ORF 2)

Franz Fuchs verĂĽbte zwischen 1993 und 1997 unter dem Banner der – mutmaĂźlich selbst erfundenen und nur aus ihm bestehenden – Bajuwarischen Befreiungsarmee mehrere (Brief-)Bombenanschläge, die 4 Menschen das Leben kostete und 15 weitere zum Teil schwer verletzte. Er bezeichnete sich als Ă–sterreichischer Terrorist.

Im Film wird Franz Fuchs von Karl Markovicz – mittlerweile fĂĽr Die Fälscher mit einem Oscar ausgezeichnet – dargestellt. Mit einem Wechsel zwischen Archivmaterial (aus dem Gerichtssaal und von Tatorten, inkl. dem echten Franz Fuchs), Interviews mit den damals direkt beteiligten Personen und dem Vernehmungsprotokoll nachgestellten Szenen (Karl Markovicz als Franz Fuchs) zeichnet Filmemacherin Elisabeth Scharang ein beklemmendes Bild von Franz Fuchs zwischen fehlgeleitetem Patriotismus, akribischer Perfektion, Hilflosigkeit, Selbstisolation und einer sich bis ins Unendliche steigernden Paranoia.

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November 22 2008 | movies | No Comments »
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Spätfernsehen II

Und noch ein Eintrag zum Thema Spätfernsehen. Aber diesmal im Voraus, so dass der Empfehlung eventuell sogar nachgegangen werden könnte.

Heute Nacht, 00:40, ORF 2: Das weiße Rauschen mit Daniel Brühl unter der Regie von Hans Weingartner. Ähnlich fröhliche Materie wie schon beim zuletzt empfohlenen Last Days, aber nicht minder interessant. Danke Pasch für den Hinweis.

Weiters wird hier immer noch kräftig an dieser Seite geschraubt und gedreht und erweitert. Es wird schön langsam, auch wenn einiges noch provisorisch läuft und auch noch mehr Inhalte dazukommen werden. Anregungen und Kritik werden jedenfalls gerne angenommen.

November 09 2008 | administration and movies | 1 Comment »
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Spätfernsehen

Apropos amerikanischer Präsident. Bekanntermaßen laufen alle gute Sachen im Fernsehen spät oder, laut Reich-Ranicki, im ARTE oder 3SAT Programm. Stimmt. Soeben auf ARTE zu Ende gegangen: Being W. Der französische Starkomiker Karl Zéro und der Regisseur Michel Royer lassen den Nicht-mehr-lang-Präsidenten George W. in einer nicht autorisierten Biographie zu Ende seiner Amtszeit Bilanz ziehen. Ebenso unterhaltsam wie empfehlenswert.

Nicht empfehlenswert ist natĂĽrlich TV um diese Uhrzeit. Obwohl es auf ARTE weitergeht mit Last Days

November 07 2008 | movies | No Comments »
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